„Aufhören, wenn es am schönsten ist“ trifft nicht mehr zu ....

Wir bleiben in Mallorca, denn die letzten eineinhalb Jahre haben uns gezeigt, dass die Zeit noch nicht reif ist, unser Projekt und unser mallorquinisches Zuhause  zu verlassen ohne noch intensiver versucht zu haben, den „Garten der Frauen“ und die Finca weiterzu geben an interessierte /mallorquinische? Frauen.

Allem voran haben wir den Schock von Gabrieles Krebserkrankung überwunden. Sie fühlt sich gesund und mutig, ihr / unser Leben hier noch ein Weilchen weiter zu gestalten. Klima und Ambiente, Haus, Garten, Weite im Gelände, das Meer, Herausforderungen an unsere Kreativität und die Möglichkeiten, das alles mit unseren Freundinnen zu teilen, haben uns bewogen, das angefangene und noch immer entwicklungsfähige Projekt Ca Na Nofreta  weiter auszukosten.
Natürlich ist auch die Krise mit der Verkaufsschwierigkeit mit ein Motiv.,
Ziemlich erschöpfend waren die vielen Inspektionen von prospektiven Käufern, die dann doch absagten. Sie haben uns aber auch gezeigt, w i e wertvoll uns das erarbeitete Zuhause und vielgelobte „Paradies für Frauen“ hier ist.
Und so wollen wir das Geschaffene wertschätzend genießen.
Wir haben das Loslassen geübt und bis zur Neige die Trauer ausgekostet, die der Abschied bereitet hätte und wohl einmal bereiten wird.

Den Neuanfang in Werder haben wir mit Verve angepackt. Drei Mal haben wir in dem neuen , lichtdurchfluteten Haus auf dem Hügel über den Brandenburger Wassern  mit  unseren  alten  - und neuen -  Freundinnen und NachbarInnen- das neue Ambiente erfühlt und gefeiert. 

Zunächst zu Dolis 90. Geburtstag eine Ausstellung mit ihren Skulpturen, einige auch von hier mitgebrachte. Dann die Premiere von Tilles Film über den „Garten der Frauen“ in  Ca Na Nofreta. Schließlich eine Woche mit einem neuen Freiland-Memory (das wieder mein Sohn Christoph konstruierte). Das brachte uns zum Blütenfest viele Gäste in den Vorgarten. Sie spielten mit den originellen Fotos der Journalistin und Fotografin Marie Goslich.
Sie fotografierte schon  um 1906 in der Werderaner Gegend. Es war wirklich anregend inmitten von Bratwürsten und Obstwein in den Nachbargärten Menschen sich für die historischen Aufnahmen von Frauenleben sich öffnen zu sehen und zu hören. Wir denken gelungene Versuche die Fremdheit im eigenen Land zu überwinden.

Hier in Mallorca haben wir besonders während des letzten Halbjahres (2008/09)  eine erstaunliche Entwicklung erlebt. Es hat sich eine immer größer werdende Frauengruppe von Mallorquinerinnen für den Kauf von Ca Na Nofreta/ „Garten der Frauen“ mobilisiert. Mit Interviews in Zeitungen (deutsche und mallorquinische), Fernsehauftritten, öffentlichen Veranstaltungen (Palma zweimal mit Präsentationen) Großgruppenbesuchen (51 Frauen) und Führungen im Garten und schließlich einem LeserInnenbrief an die Regierung haben wir gemeinsam  viele Interessentinnen  aktiviert. Diverse Treffen mit RegierungsvertreterInnen und dem Institut der Frauen und der Uni und schließlich  mit dem T-Shirt Auftritt („Salvem el Jardi de les Dones“) versuchten die Mallorquinerinnen, öffentliche Gelder zum Erwerb als Frauenzentrum für sich zu erkämpfen. Umsonst. zunächst - und nicht erstaunlich, dass die „am Ruder“ kein autonomes Frauenprojekt unterstützen möchten, oder?
Aber auch nicht umsonst, denn die Kampagne hat als Nebeneffekt viel und Viele im feministischen Sinne bewegt. Es ist ein enggeknüpftes Netzwerk entstanden, in dem sehr unterschiedliche Frauengruppen zusammen arbeiten – von z.B. feministischen. Theologinnen über Unifrauen, Pädagoginnen und ein Wohnprojekt für ältere Frauen.
Wir sehen das als Wink des Schicksals für uns. Beim Kauf durch die Regierung wäre es weder ein autonomes Frauenprojekt geblieben, noch hätten wir die Chance gehabt hierzubleiben. So gibt es eben immer zwei Seiten der Medaille.

Also: neue Ufer. Unverdrossen beraten zur Zeit die mallorquinischen Freundinnen, wie es weitergehen soll. Wir haben jetzt Zeit abzuwarten, ob eine Stiftung oder europäische Gelder vielleicht eine Lösung wären.
Jedenfalls könnt Ihr Euch mit uns freuen: Auf jeden Fall soll der „Garten der Frauen“ weiter bestehen und wir wollen ihn etwas erweitern und verändern, so dass auch einzelne Frauen ihn besuchen können und Christiane nicht immer führen muss.(Ein Knopf im Ohr und MP3 Player o.ä.)

Wir bieten weiterhin einzelnen Frauen, besonders natürlich unseren treuen Freundinnen, die Möglichkeit im „kleinen Haus“(3) und Studio (2) ihre Ferien zu verbringen – Gruppen (bis 9 Frauen) können bei Selbstversorgung Haus und Gelände zu bestimmten Zeiten nutzen. Ruft uns bitte an (0034/971 835023)  oder besser noch schreibt eine Mail: lengerke@gmx.net

 

 

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